Leistungen

KNORPELZELLTRANSPLATATION

Die Knorpelzelltransplantation ist ein sehr modernes Verfahren und wird von uns sowohl in offener Technik als auch rein arthroskopisch angeboten.
Hierbei werden Ihnen in einem ersten Eingriff aus wenig belasteten Bezirken, kleine Knorpelstanzen entnommen. Diese werden dann zur Zellvermehrung eingeschickt. Nach 21 bis 31 Tagen wird dann in einem zweiten Eingriff die angezüchteten Zellen implantiert. Dies geschieht entweder mittels eines Fleece, welches auf den Knorpeldefekt genäht wird oder mittels eines Geles, in welchem die Knorpelzellen sind. Dieses Gel wird auf den Defekt aufgebracht.
Die Indikation ist vorwiegend bei begrenzten Defekten und jüngeren Menschen gegeben. Es spielt jedoch auch der allgemeine Zustand eines Gelenkes eine Rolle. So können ältere Menschen durchaus profitieren, wenn der Knorpelüberzug in den meisten Bereichen noch intakt ist. Bei einem fortgeschrittenen Verschließ aller Gelenkbereiche, der einen künstlichen Gelenkersatz notwendig macht, kann die Methoden den künstlichen Gelenkersatz leider noch nicht ersetzen.
Insgesamt ist es die einzige Methode, welche zur Zeit eine Knorpelerneuerung mit hyalinem Knorpel erlaubt, dem Knorpel, aus dem z.B. im Kniegelenk der Knorpelüberzug besteht. Im Gegensatz dazu kann die Mikrofrakturierung, bei welcher der freiliegende Knochen angebohrt wird und durch Blut Stammzellen austreten, nur einem Überzug mit Geflechtknorpel erzeugen. Dieser Knorpel zeigt im Kniegelenk jedoch eine deutlich verringerte Haltbarkeit.
Für Sie wichtig zu wissen ist noch, dass Sie nach der Implantation der Zellen, je nach Körpergewicht das Gelenk etwa zehn bis zwölf Wochen nicht voll belasten dürfen.